Schützengilde St. Hubertus Meppen

von 1930 e. V.

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Vereinigte Schützenbruderschaft Meppen

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Das Schützenfest in Versen im Jahre 1955 gilt als Geburtsstunde der Vereinigten Schützenbrudenschaft. Mehrere Vorstandsmitglieder der damaligen vier Schützenvereine der Stadt Meppen, St. Antonius, Hölting, St. Hubertus und St. Georg, fassten hier den Entschluss, in Zukunft besser zusammen zu arbeiten und die Termine der Schützenfeste aufeinander abzustimmen. Im Hotel Warren trafen sich die Vereine zu offiziellen Besprechungen und schließlich im November 1955 zur Gründungsversammlung, an der der damalige Landrat Dr. Hermann Kerckhoff teilnahm.

Die Versammlung beschloss die bis heute gültige Struktur der neuen Vereinigten Schützenbruderschaft. Hauptziel dieses föderativen Zusammenschlusses war die Koordination der vielfältigen Jahresveranstaltungen und ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch. Auch sollte die Vereinigung eine wirksame Vertretung nach außen bewirken.

Der Vereinigten Schützenbruderschaft traten 1967 die Schützengilde Vormeppen, 1971 Meppen-Süd und 1984 St. Nikolaus Esterfelder Forst bei. Nach der Gemeinde- und Gebietsreform im Jahre 1974 erhöhte sich die Zahl der in der Stadt Meppen ansässigen Schützenvereine auf 15, ohne dass die neuen Vereine der Bruderschaft als Mitglieder beitraten. Seit 1961 wird auf dem städtischen Schießstand an der Versener Straße der Wanderpokal im Kleinkaliberschießen und seit 1973 der im Luftgewehrschießen ausgeschossen. Alle Schützenvereine nehmen am jährlichen Stadtfest im Herbst teil.

Auf Initiative der Linksemsischen Schützengilde St. Georg und nach Entwürfen der Vorstandsmitglieder Alfons Gels und Hermann Stroot wurde zum 25-jährigen Bestehen der Vereinigten Schützenbrüderschaft im Jahre 1980 für den Bürgermeister der Stadt Meppen eine Amtskette in 925/000 Sterlingsilber angefertigt. In der Schenkungsurkunde heißt es, dass die Amtskette als „Anerkennung und Würdigung der Verdienste des Bürgermeisters um das Schützenwesen" verliehen wird. Als erster Träger der Amtskette wurde in der Jubiläumsveranstaltung der damalige Bürgermeister Hans Plate ausgezeichnet.

Die Schenkungsurkunde enthält auch den Wunsch an zukünftige Generationen: „Möge die Amtskette auch künftigen Generationen Verpflichtung sein, stets echten Bürger- und Gemeinsinn zu pflegen und zu wahren." Unterzeichnet ist die Urkunde von den ersten Vorsitzenden der damaligen sechs Mitgliedsvereine: Hans Letterhaus für St. Antonius, Walter Junge für Hölting, Fritz Wernemann für St. Hubertus, Alfons Gels für St. Georg, Josef Schlömer für die Schützengilde Meppen-Süd und Friedrich Kramer für die Schützengilde Vormeppen. Diese Amtskette gehört seitdem zum „festlichen Ornat" der Stadt. Bei repräsentativen Anlässen und offiziellen Feierlichkeiten wird sie vom Bürgermeister oder seinem Stellvertreter getragen.

Anlässlich des 575-jährigen Jubiläums des Hölting-Bürgerschützenvereins im Jahre 1985 wurde unter den 15 Schützenkönigen der „Stadtkaiser" ausgeschossen. Dabei wird auf dem Windthorstplatz mit einem Kleinkalibergewehr auf einen mobilen Adlerstand geschossen. Die Würde des Stadtkaisers errangen bisher Leni Eiken (St. Nikolaus, 1984), Bernhard Fehrmann (Vormeppen, 1988), Hans Volmer (Hölting, 1993), Horst Jürgensen (St. Antonius, 1999) und Hermann Hensen (Vormeppen), Hans Voss (St. Hubertus Meppen)