Schützengilde St. Hubertus Meppen

von 1930 e. V.

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Unvergessene Schützenbrüder

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Stellvertretend für alle unsere verstorbenen Schützenbrüder möchten wir an einige Schützenbrüder erinnern, die unser Vereinsleben besonders geprägt haben.

Hermann Sievers

Schon dem Gründungsvorstand im Jahre 1930 gehörte Bäckermeister Hermann Sievers als stellvertretender Kassierer an. Er war gemeinsam mit dem 1. Kommandeur der Gilde, Bernhard Voss einer der Initiatoren, dass die Gilde 1949 wieder gegründet wurde. Hermann Sievers wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt und legte den Grundstein, dass es wieder St. Hubertus gab und gibt. In der Generalversammlung am 17. August 1953 konnte er sich leider nicht wieder wählen lassen, da die Arbeitsbelastung zu groß geworden war.

1._Vorsitzender_Hermann_Sievers_1954

 

Justus Heil

Ein aktiver Schützenbruder und ein „Hans Dampf in allen Gassen“ war unser 1. Schriftführer Justus Heil. Dieses Amt übte er von 1949 bis 1967 aus. Die Vorstandsprotokolle aus dieser Zeit tragen seine Handschrift und bieten manchen Anlass zum Schmunzeln. Erzählen konnte Justus wie kaum ein zweiter und den vielen Anekdoten aus der Gilde gab er die richtige „Würze“. Justus Heil begann im Jahre 1949 mit der Vereinschronik. Höhepunkt eines jeden Jahres waren seine Einlagen zu den Thron- und Vorstandsfesten. Viele Exemplare davon sind noch erhalten und zeichnen ein Bild von dem Menschen Justus Heil.

1._Schriftfhrer_Justus_Heil_1950

 1. Schriftführer Justus Heil 1950

Walter Dietrichs

Auf der ersten Generalversammlung am 20. August 1949 wurde Walter Dietrichs zum Kommandeur gewählt. Diesen Posten bekleidete er bis zum Jahre 1960. Ein Kommandeur mit Leib und Seele, der aufgrund seines hohen Alters den Posten dann aufgeben musste.

Walter Dietrichs – eine Respektsperson: Es wurde still im Saal, wenn er das Wort ergriff. Zollbeamter war sein Beruf, doch seine Liebe galt den Pferden. Im Reitverein war er viele Jahre als Reitlehrer tätig.

                                                          1952_Kommandeur_Dietrichs   

Hermann Jansing

Ein echtes Meppener Original war Hermann Jansing, der nur „Schmand Herm“ genannt wurde. Als Milchkutscher fuhr er durch die Neustadt und erfreute die Hausfrauen mit seinen Witzen. Beim Milcheinkaufen gab er jedoch nie die Pfennigstücke zurück, da diese für den Klingelbeutel am Sonntag in der Kirche bestimmt waren. Die Damen waren in der Regel spendabel und gaben „Schmand Herm“ sein „Schickermoos“. Im Verein war er Kommandeursadjudant und damit auch Meldereiter, der am Montag den Hofstaat zu verkünden hatte. Bei einem Melderitt musste er dringend eine Toilette aufsuchen. Er kehrte in die Gaststätte Albers (Hölle) ein, nahm sein Pferd mit, das am Tresen angebunden wurde, um in aller Seelenruhe sein Geschäft zu verrichten. Nach zwei Schnäpsen ging es dann weiter zur nächsten Station

1960_Kommandeursadjudant_Hermann_Janzing_-Schmand_Herm-

Der Verfasser ist sich nicht sicher, ob diese Geschichte eventuell für den späteren Karnevalsschlager „Da steht ein Pferd auf den Flur“ Pate gestanden hat.

Hermann Wilmes

Als Vollwaise verlebte Hermann Wilmes seine Kindheit bei der Familie Altmeppen in der Mühlenstraße. Nach dem Krieg machte er sich mit einem Baugeschäft in der Schützenstraße selbstständig. So wurde er dann auch am 22. Januar 1953 Kompanieführer der 1. Kompanie. Im Jahre 1967 folgte Reinhard Gilbers und Hermann Wilmes wurde Beisitzer.

1963 hatte die Gilde „Königsprobleme“, die im Jahr 1964 durch einen strahlenden König Hermann mit Königin Grete Evers gelöst wurden. 1985 wurde Hermann als Bauleiter für den Neubau der Schützenhalle zuständig. Sein Leitspruch „Treu Deutsch“, seine Stimme laut und deutlich, ein Schützenbruder, der immer treu zur Fahne stand.

                                           

1965_Hermann_Wilmes

Fritz Wernemann

Am 16. Oktober 1959 wurde Fritz Wernemann zum 1. Vorsitzenden der Gilde gewählt. Er war das Aushängeschild der Gilde bis zum Jahre 1987. Beruflich war Fritz als Kreisvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes aktiv. Er gehörte Jahrzehnte dem Stadtrat und dem Kreistag an. Bei den Kommunalwahlen schenkte die Neustadt mit hoher Stimmenzahl Fritz Wernemann ihr Vertrauen.

Den Schützenverein St. Hubertus bezeichnete Fritz als sein liebstes Hobby. Hier war das Thema Politik tabu. Seine Leistungenfinden wir in der allgemeinen Chronik wieder. Ein großer Demokrat, der nicht nur sprach, sondern auch Demokratie lebte, verstarb im Jahr 1993.

Fritz_Wernemann_verst._04.11.93

                 

Heinrich Bruns

 Als Nachfolger von Walter Dietrichs wurde er am 19.Mai 1961 Kommandeur der Gilde. Heinrich Bruns gehörte zu den alten „Kruppianern“, die bei der E-Stelle wieder eine Anstellung fanden.

In den Anfangsjahren bei der Gilde hatte er große Probleme, die Kutschen und Pferde für den Schützenfestumzug bereit zu stellen. Später bildete er dann mit Hermann Wösten ein gutes Team und hatte fortan dieses Problem im Griff. Im Jahre 1983 wurde ihm das Reiten zu beschwerlich und er gab den Posten an Hermann Wösten ab.

 

Heinrich Bruns wurde dann Hallenwart und blieb dadurch bis zu seinem Tod am 14. Januar 2002 der Gilde treu verbunden.

   

1981_Kommandeur_Heinrich_Bruns

Günter Zwetzschke

 Ein Schützenbruder, der nie im Rampenlicht stand, war Günter.

 Ein ehrlicher „Malocher“, der bei jedem Arbeitseinsatz auf dem Schützenplatz oder der Halle in vorderster Front dabei war. Bei unserem Hallenbau im Jahre 1985/86 war er die rechte Hand von Hermann Wilmes. Als Betonbauer und guter Handwerker war er für alle Arbeiten einsetzbar. Nach Beendigung des ersten Bauabschnittes der Halle stellte er sich als Hallenwirt zur Verfügung.

In der 5. Kompanie war er nach der Neuregelung als Kompaniefeldwebel tätig. Günters liebe Frau Ulla lebt sein Hubertusleben weiter und ist bei allen Veranstaltungen gern gesehen.       

Gnther_Zwetzschke

Gustav Kuck

Durch die Kriegswirren heimatlos geworden, fand Gustav Kuck seine neue Heimat in Meppen.

1980_Fahnentrger_Gustav_Kuck

Auch die Schützengilde St. Hubertus war ein Teil davon. Als Fahnenträger der Gilde stand er über 35 Jahre treu zur Fahne. Wenn er als Fahnenträger im Amt war, gönnte er sich nur Wasser zum Trinken wie er immer mit voller Überzeugung sagte. Aus Altersgründen gab Gustav 1988 das Amt des Fahnenträgers auf. Bis ins hohe Alter nahm er aber auch weiterhin am Vereinsleben teil.

 

Eckard Trinkauf

Ein bei allen Mitgliedern beliebter Schützenbruder war Eckard Trinkauf. Bei allen Schießveranstaltungen war er anwesend. Von Beruf Landwirtschaftsmeister, lag es nahe, dass er die Außenanlagen der Halle in Ordnung hielt.

 

Eckardt_Trinkauf-2

Jährlich organisierte er als Seniorenobmann die Treffen der Vereinssenioren. Die Teilnehmerzahlen nahmen ständig zu und in der Hubertushalle wurde es oftmals eng. Als Chronist der Gilde führte Eckard mit viel Engagement die Chronik der Gilde.

 

Clemens „Charlie“ Schulte

 Clemens Schulte, von allen Leuten nur „Charlie“ genannt, war immer für die Schützengilde da, wenn es ums „Anpacken“ ging.

 

Clemens_-Charlie-_Schulte_2

Über viele Jahre hinweg war Charlie maßgeblich beim Aufbau desSchützenthrones beteiligt. Bei jeder Baumaßnahme an der Schützenhalle legte Er tatkräftig mit Hand an. Als Dank für sein großes Engagement wurde Charlie Ende 2004 zum „Ehrenhallenwart“ der Gilde ernannt. Für uns alle völlig unerwartet, verstarb Charlie am 22. Februar 2005 im Alter von 56 Jahren. Mit Charlie verliert die Schützengilde einen treuen und tatkräftigen Schützenbruder den wir vermissen werden.